Dax rutschte ins Minus

Dax rutschte ins Minus

Am Donnerstag ist der Dax kurz nach dem Rekordhoch ins Minus gerutscht. Er hat zuletzt um 0,1 Prozent auf 10.948,9 Punkte nachgegeben. Der Auslöser für den Kursrutsch war die Ablehnung Deutschlands für den sehnlichst erwarteten Hilfsantrag der griechischen Regierung. Wie ein Sprecher vom Bundesfinanzministerium mitteilte sei der Brief aus Athen kein substantieller Lösungsvorschlag. Bevor der Hilfsantrag bei der Eurogruppe einging stemmte der Dax die 11.000-Punkte-Marke. Der M-Dax der mittelgroßen Werte ist um 0,2 Prozent auf 19.540,1 Punkte gestiegen und der Tec-Dax sank um 0,1 Prozent auf 1533,2 Punkte.

Was machen die Griechen?

Eine der wichtigsten Frage blieb unbeantwortet: Akzeptiert die griechische Regierung die Auflagen der internationalen Geldgeber, wenn sie neue Hilfskredite bekommt? Wenn die Griechen nicht zum Einlenken bereit sind, werden die Europartner keine Zugeständnisse machen. Die Zeit drängt, denn das aktuelle Hilfsprogramm läuft am 28. Februar aus. Ohne die Verlängerung droht Griechenland die Pleite, denn dann wird auch die Europäische Zentralbank den Geldhahn zudrehen.

Dax – kein Rückenwind von Übersee-Börsen

Der Dax hat von den Übersee-Börsen keinen spürbaren Rückenwind bekommen. Der japanische Nikkei-225-Index konnte zwar auf den höchsten Stand seit 2000 klettern, aber der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones Industrial hat seit dem Xetra-Schluss am Vortag moderat nachgegeben. Schwache Konjunkturdaten in den Vereinigten Staaten hatten am Tag zuvor etwas auf die Stimmung gedrückt. Die Signale der Fed auf eine eventuell spätere Zinswende sind fast in den Hintergrund geraten. Die Blicke der Anleger richten sich im heutigen Handelsverlauf außerdem auf das Protokoll der EZB zu der geldpolitischen Entscheidung vom 22. Januar und auf die amerikanischen Konjunkturdaten.

Aktien der Deutschen Börse gaben nach

Bei den Einzelwerten haben vor allem die Geschäftszahlen für Bewegung gesorgt. Die Aktien der Deutschen Börse haben Dax rutschte ins Minus 1um etwa 1 Prozent nachgegeben, obwohl der Börsentreiber die Durststrecke 2014 schon beendet hatte. Profitiert hat der Börsentreiber von den Schwankungen an den globalen Finanzmärkten, die an seinen Handelsplätzen die Geschäfte belebt haben. Der Vorstand ist trotz dem starken Handel im Januar für das laufende Jahr vorsichtig.

Rheinmetall setzt sich an die Spitze vom M-Dax

Die Rheinmetall-Titel haben sich mit einem Plus von über 4 Prozent an die Spitze des M-Dax gesetzt. Dem Zulieferer der Autoindustrie und Rüstungskonzern haben die guten Geschäfte mit der Autoindustrie 2014 die Bilanz gerettet. So hat Rheinmetall die im dritten Quartal gesenkten Erwartungen knapp übertroffen. Die Autozuliefersparte hat gut abgeschnitten und das Rüstungsgeschäft einen hohen Auftragseingang verzeichnet.

Papiere von Dialog-Semiconductor über 3 Prozent eingebüßt

Am Tec-Dax-Ende haben die Papiere von Dialog-Semiconductor, trotz guter Zahlen, über 3 Prozent eingebüßt. Damit zollte der Hersteller von Halbleitern der zuletzt guten Entwicklung des Aktienkurses Tribut. Im Schlussquartal 2014 sei der bereinigte operative Gewinn stark gewesen. Bei Aussagen zum ersten Quartal und zum Gesamtjahr 2015 zeigt sich das Management vorsichtig.
Tom Taylor schaffte im S-Dax einen Gewinn von 2,5 Prozent. Ende 2014 hat es der Modekonzern mit einem bereinigten Jahresüberschuss zurück in die Gewinnzone geschafft. Die Aktionäre vom Büroausstatter Takkt konnten sich über Kursgewinne von über 2 Prozent freuen.

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