Heizölpreise fallen weiter

Heizölpreise fallen weiter

Erstmals seit über vier Jahren ist der Preis für Heizöl unter die 70 Euro Marke gefallen. Bundesweit liegt der Durchschnittspreis bei 69,20 Euro für 100 Liter. So günstig war Heizöl zuletzt im November 2010. Für den erneuten Preisrutsch bei Heizöl sind die niedrigen Preise für Rohöl. Bei einigen Heizöl-Portalen wurde die Marke schon früher unterschritten. Da die Tendenz „stark fallend“ lautet geben zahlreiche Händlerportale Kaufempfehlungen für Heizöl.

Rohöl – erneuter Preisrutsch

Die niedrigen Rohölpreise sind der Grund für den erneuten Preisrutsch. Am Tag der OPEC-Konferenz in Wien sind die Rohölpreise noch einmal stark zurückgegangen. So kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent nur knapp über 75 Dollar. Das Treffen der Organisation erdölexportierender Staaten war selten so spannend wie dieses Jahr. Die ärmeren Mitglieder drängen auf eine Reduzierung der Förderung, was Saudi-Arabien allerdings verweigert.

Ärmere Rohölexportierende Länder geraten ins Schlingern

Nachdem die Öl-Welt Mitte dieses Jahres ins Rutschen geriet ist der Rohöl-Preis um etwa 30 Prozent gefallen, ebenso wie die Macht des einst einflussreichen Kartells. Die Länder die vom Erdölexport leben geraten mit jedem Cent, um den Rohöl an den Weltmärkten billiger wird mehr ins Schlingern. Das bekommen vor allem die ärmeren Clubmitglieder zu spüren. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds sind Länder wir Nigeria, Venezuela und Iran auf Preise zwischen 117 und 130 Dollar pro Fass angewiesen. Diese Länder drängen auf eine Reduzierung der Förderung. Dadurch sollen die Preise wieder stabilisiert und die Haushalte aus der Schieflage geführt werden. Bereits im Voraus haben sie sich um eine Einigung bemüht. Da sie dem Treffen jedoch nur als Statisten beiwohnen, wird die endgültige Entscheidung Saudi-Arabien treffen.

Saudi-Arabien ist gegen die Reduzierung der Fördermenge

Der saudische Ölminister Ali Al-Naimi sagte, dass niemand kürzen solle, dann wird sich der Markt von selbst wieder stabilisieren. Diese Aussage wurde am Markt entsprechend interpretiert und der Ölpreis sank. In Krisenzeiten hat Saudi-Arabien früher immer die Fördermenge dem Marktumfeld angepasst. Jetzt ist das Gegenteil der Fall und die Welt wird mit Öl überflutet. Angebot und Nachfrage halten sich nicht mehr die Waage. Von den täglich 30,6 Mio. Fass werden nur 29 Mio. Fass benötigt.

Bildquelle: © uschi dreiucker / pixelio.de