Höhere Zinsen für Tagesgeld & Co. gibt es im Ausland

Höhere Zinsen für Tagesgeld & Co. gibt es im AuslandDa deutsche Banken sehr leicht an Geld kommen bezahlen sie ihren Kunden kaum noch Zinsen. Seit über drei Jahren dauert diese Durststrecke bereits an. Zinsen für Spareinlagen reichen kaum aus um Inflationseinbußen und Steuern auszugleichen. In der Finanzkrise haben viele Investoren ihr Geld hierzulande angelegt, denn Deutschland ist das vermeintlich finanzkräftigste Land. Für das täglich abrufbare Tagesgeld bezahlten deutsche Banken 2008 noch gut 3,5 Prozent Zinsen. Der Durchschnittswert lag Ende 2011 bei etwa 1,75 Prozent und seitdem geht es mit den Zinsen abwärts. Heute müssen sich die Kunden der deutschen Banken beim Tagesgeld mit durchschnittlich 0,75 Prozent zufrieden geben. Der Wechsel von Tagesgeld zu Festgeld mit einer längeren Bindung lohnt sich auch nicht. Aktuell werden für Festgeldanlagen mit 1-jähriger Laufzeit im Schnitt 1,7 Prozent Zinsen bezahlt. Beim Tagesgeld locken die Banken mit den höchsten Zinssätzen von 1,5 Prozent wobei diese meistens nur für Neukunden bestimmt sind. Die langfristig z

Kontoeröffnung nur vor Ort möglich

In Südeuropa sieht es in Bezug auf die Zinsen für Tagesgeld, Festgeld und andere Spareinlagen wesentlich besser aus. Zahlreiche Banken im Süden Europas kommen nicht so einfach an Geld wie Banken in Deutschland. Ihnen bleibt praktisch nichts anderes übrig, als mit besseren Konditionen um Kunden zu werben. In Spanien gibt es für Festgeld mit 1-jähriger Laufzeit bis zu 3 Prozent Zinsen. Von Deutschland aus ist die Festgeldanlage in Spanien allerdings nicht so einfach, denn das Festgeldkonto bei einer spanischen Bank können Sparer von Deutschland aus nicht via Internet und Postidentverfahren eröffnen. Für die Kontoeröffnung muss sich der Kunde vor Ort legitimieren, dann steht der Kontoeröffnung nichts im Wege. Die Kunden müssen für die Kontoeröffnung neben dem Personalausweis auch Verdienstbescheinigungen, Rentenbescheid und ggf. Studentenausweis im Original mitbringen.

Geldanlage für Deutsche in den Niederlanden kaum möglich

Für die Einlagensicherung sind die gesetzlichen Bestimmungen einheitlich. Bis zu 100.000 Euro sind die Einlagen bei einer Bankeninsolvenz geschützt. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Spanien allerdings keine zusätzlichen Sicherungseinrichtungen. In Italien ist die Kontoeröffnung auch möglich, die Zinsen sind dort auch etwas höher als in Deutschland. In den Niederlanden ist die Kontoeröffnung nur möglich, wenn die Kunden einen festen Wohnsitz im Land nachweisen. Außerdem wird ein Referenzkonto bei einer niederländischen oder belgischen Bank verlangt. Die Zinssätze der niederländischen Banken sind etwas höher als bei den deutschen Tochtergesellschaften. Für eine höher verzinste Geldanlage jenseits der Grenzen kommt für deutsche Sparer eigentlich nur der Süden in Frage.

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