IKB schreibt wieder schwarze Zahlen

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Mittelstandsbank IKB war das erste deutsche Geldinstitut das der Staat in der Finanzkrise retten musste. Nach der Beinahe-Pleite vor sechs Jahren schreibt die IKB wieder schwarze Zahlen. Nach deutschem Bilanzrecht hat das Institut von April bis Ende September einen 8 Millionen Überschuss erwirtschaftet. 2012 war es noch ein Verlust von 51 Millionen. Ende 2012 gab die IKB die letzte Garantie vom Bankenrettungsfonds Soffin zurück. Deshalb musste sie dafür im ersten Halbjahr vom Geschäftsjahr 2013/2014 keine Gebühren mehr bezahlen. Die IKB machte zwar im hartumkämpften Mittelstandsgeschäft weniger Neugeschäfte, schrieb aber trotzdem Gewinne.

Zwölf Milliarden für die Rettung

Seit der Beinahe-Pleite hatte die IKB im Geschäftsjahr 2010/2011 schon einmal einen kleinen Gewinn erzielt. Wegen der Eurokrise ist sie aber wieder in die roten Zahlen zurück gerutscht. 2007 war die IKB die erste deutsche Bank die in den Strudel der Finanzkrise geriet. Grund dafür waren Wertpapiere auf Basis von amerikanischen Immobilienkrediten. Die vergleichsweise kleine Bank wurde vom Staat und der deutschen Bankenbranche vor dem Ruin gerettet. Die IKB hat für die Rettung insgesamt 12 Milliarden Euro an Garantien erhalten.

Risiken wurden abgebaut

Die Mittelstandsbank IKB gehört mittlerweile dem Finanzinvestor Lone Star. Er hat die Risiken abgebaut und das Institut wieder auf den Mittelstand ausgerichtet. Die Bank teilte mit, dass die Restrukturierung fast abgeschlossen sei. In den nächsten Jahren werden positive operative Ergebnisse erwartet. Unterm Strich wird das Institut allerdings noch einige Zeit keine oder nur minimale Überschüsse ausweisen, denn im Rahmen der Besserungsabreden muss die IKB ihrem Eigentümer noch 1,15 Mrd. Euro überweisen.

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