Negative Rendite bei langfristigen Geldanlagen – lange Gesichter bei Anlegern

Negative Rendite bei langfristigen Geldanlagen – lange Gesichter bei Anlegern

Auf langfristige Geldanlagen wirken sich die derzeit niedrigen Zinsen negativ aus. Betroffen sind vor allem die klassischen Anlagen wie Sparbuch, Festgeld und Anleihen. Unter Berücksichtigung von Erträgen, Inflation, Gebühren und Steuern fällt die Rendite oft negativ aus. Eine Alternative wären Aktien, Rohstoffe und Immobilien, davor schrecken allerdings viele Anleger zurück. Warum die deutschen Privatanleger so stark an Bargeld, Versicherungen und Staatsanleihen hängen und sich lieber mit mickrigen Erträgen zufrieden geben ist unklar. Die Auswirkungen von Zeit und Zinsen sollten eigentlich bekannt sein. Vielleicht ist es aber die Angst vor Risiko. Für Investoren die langfristig denken gibt es Möglichkeiten ihre Erträge zu erhöhen, wie an zahlreichen alltäglichen Beispielen deutlich wird.


Familieneinkommen absichern

Für ein Familienoberhaupt ist es oberstes Gebot das Familieneinkommen abzusichern. In der Vergangenheit wurden hier in erster Linie gemischte Kapitalversicherungen bevorzugt. Diese haben wenig Todesfallschutz, Invalidenrente und Altersvorsorge beinhaltet. Damals wurden Hunderttausende für die Absicherung von Vätern und Müttern ausgegeben. Wenn die Zinsen weiterhin so niedrig bleiben wird die Absicherung künftig saftige Zuschläge erfordern. Wer sich heute für so eine Absicherung entscheidet, bekommt kaum noch 3 Prozent Zinsen und im Gegensatz zu den alten Versicherungsverträgen müssen die Zinsen bei der Auszahlung in voller Höhe versteuert werden.

Verluste durch Festgeldanlagen

Wer sein Vermögen in Festgeld und Anleihen investiert erzielt nach Steuern und Inflation nicht einmal 2 Prozent Zinsen. Wer 300.000 Euro in eine Festgeldanlage mit einer Verzinsung von 2 Prozent investiert hat bekommt den jährlichen Ertrag von 6.000 Euro von dem aber 26,375 Prozent Abgeltungssteuer abgehen. Es sind nur noch 4.418 Euro für die Wiederanlage übrig, für die es momentan aber nur etwa 0,25 Prozent Zinsen gibt. Bei einer Inflation von 2 Prozent beträgt der reale Endwert nur noch knapp 289.000 Euro. Wen wundert es, dass die Anleger mit dem Verlust von 11.000 Euro nicht glücklich sind. Von alten Zeiten zu träumen nützt nichts, denn so schnell werden die Zinsen nicht steigen und die Endwerte sich nicht erhöhen. Dass die Rentabilität des Vermögens nur durch Investitionen in Aktien und Immobilien erhöht werden kann ist bekannt. Vielen Anlegern fehlt dazu aber der Mut und mitunter auch die erforderlichen Kenntnisse.

Bildquelle: © Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de