Gibt es eine Einlagesicherung?

Die Einlagen auf Festgeldkonten sind bei deutschen Banken und ausländischen Banken mit Hauptsitz in Deutschland bis zu 100.000 Euro pro Anleger vor Verlust geschützt. Bei Niederlassungen von ausländischen Banken in Deutschland hingegen gilt die Einlagensicherung von dem Land in dem sich der Hauptsitz befindet. Bei Banken in EU-Ländern sind die Einlagen entsprechend der EU-Richtlinie, mit 100.000 Euro pro Anleger, abgesichert. Die Absicherung von Banken mit Hauptsitz in Großbritannien beläuft sich auf 85.000 GBP, was etwa 100.000 Euro entspricht. Bei vielen Banken außerhalb der Europäischen Union bestehen vergleichbare Regelungen.

In Deutschland gibt es darüber hinaus noch Einlagensicherungsfonds dem alle namhaften deutschen Kreditinstitute angehören. Im Falle einer Insolvenz sind die Einlagen der Kunden über diese Sicherungssysteme geschützt. Alle Banken die dem Einlagensicherungsfonds angehören, bezahlen jedes Jahr einen bestimmten Betrag ein. Wie hoch der Beitrag ist den die einzelnen Banken bezahlen müssen, hängt vom Umsatz und der Bonität ab.

Durch den Einlagensicherungsfonds werden die Einlagen von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen geschützt. Die Banken müssen ihre Kunden bei der Eröffnung vom Tagesgeldkonto darüber aufklären, ob sie einem Einlagensicherungsfonds angehören. Die Kunden haben allerdings keinen Anspruch auf Leistungen aus einem freiwilligen Einlagensicherungsfonds, weil dieser im Krisenfall der Stabilisierung der angeschlossenen Banken dient. Sollte es einmal zu einer allumfassenden Bankenkrise kommen, kann eine ausreichende Leistung nicht garantiert werden.

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