Ist eine Tagesgeldanlage abgesichert?

Tagesgeld ist eine sichere Geldanlage, weil die Tagesgeldkonten der Einlagensicherung unterliegen. Gemäß § 1807 BGB sind sie dadurch mündelsicher. Die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherungsgrenze beläuft sich auf max. 100.000 Euro. In Deutschland wird das Vermögen der Anleger darüber hinaus noch über den Einlagensicherungsfonds vor Verlust geschützt. Die Absicherung mit der die Einlagen der Kunden geschützt werden geht weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Wer ein Tagesgeldkonto bei einer Bank eröffnet die ihren Hauptsitz nicht in Deutschland hat, sollte sich ausführlich informieren, welche Einlagensicherung vorgesehen ist oder wie das eigene Vermögen vor Verlust geschützt wird. Banken die ihren Hauptsitz außerhalb der EU haben, können die Einlagensicherung umgehen. Das ist auch möglich, wenn sich Niederlassungen dieser Banken in EU-Ländern befinden.

Wer ein Tagesgeldkonto bei einer Bank mit Hauptsitz in Großbritannien eröffnet sollte wissen, dass die Sicherung der Kundengelder über den Financial Services Compensations Scheme, kurz FSCS, erfolgt. Entsprechend der aktuellen EU-Richtlinien sind die Kundeneinlagen bis zu 85.000 Pfund abgesichert. 85.000 Pfund entsprechen 100.000 Euro.

Zahlreiche Banken deren Hauptsitz außerhalb der europäischen Union liegt sind vergleichbaren Regelungen unterworfen, wie Norwegen, Japan, USA, Kanada und die Schweiz. In den USA wurde die Einlagensicherung auf 250.000 $ festgesetzt, in Japan auf 10 Millionen JPY und in Norwegen auf 2 Millionen NOK.

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