Kann die Festgeldanlage vorzeitig aufgelöst werden?

Es gibt immer einen Weg um vorzeitig über das Festgeld zu verfügen. Die Anleger müssen dazu das Festgeldkonto kündigen und das ist vertraglich nicht vorgesehen. In der Regel gilt die vertragliche Vereinbarung bis zum Ende der fest definierten Anlagedauer. Wenn das Festgeldkonto vorzeitig aufgelöst wird, müssen die Anleger mit Verlusten rechnen. Durch die vorzeitige Kündigung entstehen den Banken Kosten, die sie sich von den Kontoinhabern bezahlen lassen. Die Banken nutzen die Kundengelder zur Refinanzierung und von den Gewinnen die ihnen durch die vorzeitige Kündigung entgehen holen sie sich einen Teil zurück.

Jeder der ein Festgeldkonto eröffnet muss wissen, dass sein Geld über die gesamte Laufzeit nicht zur Verfügung steht. Die Banken dürfen dem Wunsch das Festgeldkonto vorzeitig zu kündigen ablehnen. Mitunter errichten sie auch Hürden damit die Kunden die Kündigung zurückziehen.

Neben den Stornogebühren verlangen viele Banken auch noch Strafgebühren, die sich nach dem vereinbarten Zinssatz richten. Da bedeutet für die Anleger, dass sie nur einen minimalen Zinssatz, anstatt dem vertraglich vereinbarten erhalten. Bei bereits ausbezahlten Zinsen wird die Differenz mit dem Auszahlungsbetrag verrechnet. Ein Festgeldkonto sollte wirklich nur im äußersten Notfall aufgelöst werden, denn die Kunden müssen sich mit einer minimalen Rendite zufrieden geben. Wenn Strafgebühren verlangt werden, kann sich das Festgeld zu einem Minusgeschäft entwickeln.

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