Wann und wie werden die Tagesgeldzinsen berechnet

Die Berechnung der Zinsen für Tagesgeld erfolgt überwiegend taggenau. Den Banken stehen dafür verschiedene Methoden zur Verfügung, die sich darin unterscheiden, wie viele Tage pro Monat und Jahr zu berücksichtigen sind. Bei der Berechnung der Zinsen werden neben den Einzahlungen und Auszahlungen, Bonuszinsen und Zinsstaffeln berücksichtigt.

Für den Zinssatz pro Tag legen die Banken eine Berechnungsmethode zugrunde, wie beispielsweise die „Deutsche Methode“. Diese Methode hat sich bei den meisten deutschen Banken durchgesetzt. Es wird dabei von 360 Tagen im Jahr und 30 Tagen pro Monat ausgegangen. Die Kurzform für die Deutsche Methode lautet 30/360. Darüber hinaus gibt es noch die Eurozinsmethode mit der Kurzform act/360, die englische Zinsmethode (act/365) und die taggenaue Zinsmethode (act/act). Die Abkürzung act steht für actuel. Es wird dabei von der tatsächlichen Anzahl der Tage pro Monat ausgegangen, wie 31 Tage beim Monat Juli.

Neben der Berechnungsmethode wird beim Tagesgeld der Zinsturnus berücksichtigt. Die Kunden können bei den meisten Tagesgeldkonten wählen, ob die Zinszahlungen monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich erfolgen sollen. Bei den unterjährigen Zinszahlungen profitieren die Anleger vom Zinseszinseffekt. Die bereits erhaltenen Zinsen werden bei jeder erneuten Zinsberechnung mit verzinst, was sich vor allem bei größeren Anlagesummen und langen Laufzeiten bemerkbar macht.

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