Rentenfonds verzeichnen Zuflüsse

Rentenfonds verzeichnen Zuflüsse 1Damit das Rentenportfolio ein günstiges Rendite-Risiko-Profil aufweist muss es jetzt mit besonderer Sorgfalt zusammengesetzt sein. Vor nicht allzu langer Zeit haben Investmentgesellschaften erwartet, dass die Anleger bald massiv umschichten. Im vergangenen Jahr waren zahlreiche Gesellschaften davon überzeugt, dass Investoren ihr Kapital aus Anleihen im großen Stil abziehen und Aktien kaufen würden, weil in der Eurozone und den USA die Leitzinsen in absehbarer Zeit wieder steigen müssten. Die große Rotation blieb jedoch aus obwohl die Aktienkurse im vergangenen Jahr Rekordhöhen erklommen haben. Die Zinsen liegen weiterhin auf dem historischen Tief und anders als erwartet zeigen sich die Anleger konservativer als zuvor. Nach Zahlen vom Fondsbranchenverband BVI wurden im Januar aus Aktienfonds weitere 1,2 Milliarden Euro abgezogen. Dagegen haben Rentenfonds Zuflüsse von 1,1 Milliarden Euro verzeichnet.

Der Wunsch nach Sicherheit ist bei den Anlegern groß

Der Wunsch nach Sicherheit ist verständlich angesichts der lahmenden Wirtschaft in vielen Schwellenländern. Außerdem sind die Unternehmensberichte in entwickelten Märkten oft nicht so ausgefallen wie erhofft. Dadurch kommen die Aktienkurse ins Schwanken und das verunsichert die Anleger. Die Unsicherheit wird durch die Krim-Krise noch verstärkt. Allerdings sind die Anleihemärkte auch kein sicherer Hafen mehr. Für Investoren könnten europäische Staatsanleihen in den kommenden Monaten zwar interessanter werden aber wer in Anleihen investiert muss sich für ein günstiges Rendite-Risiko-Profil ordentlich ins Zeug legen. Die Rentenanleger in den USA werden immer nervöser. Janet Yellen, die neue Chefin der US- Notenbank hat sich bei ihrerRentenfonds verzeichnen Zuflüsse ersten Pressekonferenz verplappert und angedeutet, dass der Leitzins von derzeit 0,25 Prozent schon im zweiten Quartal des nächsten Jahres steigen könnte. Wenn sich in den USA die Konjunktur weiterhin verbessert ist davon auszugehen, dass es noch früher zu einer Erhöhung vom Leitzins kommt und dann dürften die Kurse der Anleihen fallen. Allerdings ist der Kurs der EZB für europäische Anleihen bedeutender. Im März hat die Europäische Zentralbank bestätigt, dass der Leitzins in der Eurozone bei 0,25 Prozent belassen wird oder sogar noch weiter sinkt. In der Währungsunion liegt die Inflationsrate immer noch unter den angepeilten zwei Prozent. Mitglieder der Notenbank denken derzeit über ein neues Anleihekaufprogramm sowie einen negativen Einlagezins für Banken nach.

Magere Rendite bei Bundesanleihen

Wenn die EZB ihre Geldpolitik weiter lockert ist mit steigenden Kursen für deutsche Staatsanleihen zu rechnen. Dann würden die Papiere auch wieder eine akzeptable Rendite abwerfen. Für Bundesanleihen mit 5-jähriger Laufzeit bekommen Anleger derzeit magere 0,6 Prozent, bei der Laufzeit von 10 Jahren sind es 1,5 Prozent. Kurzläufer bringen kaum etwas ein und Langläufer reagieren auf steigende Zinsen vergleichsweise stark. Viele Investoren bevorzugen Staatsanleihen aus Euro-Krisenländern wie Spanien und Italien. Die wirtschaftlichen Probleme in diesen Ländern bestehen nach wie vor und zum Ausgleich für das größere Risiko bieten ihre Anleihen höhere Zinsen. Eine italienische Staatsanleihe mit 5-jähriger Laufzeit beschert den Anlegern derzeit zwei Prozent Kupon. 1,9 Prozent bringen entsprechende spanische Papiere. Noch mehr als in ruhigeren Zeiten gilt für Rentenanleger jetzt nicht auf nur eine Anleihegattung zu setzen. Eine selektive Anleiheauswahl und ein aktives Portfoliomanagement sind aktuell sehr wichtig, um gut schlafen zu können.

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