Schwacher Umsatz für Oetker

Schwacher Umsatz für Oetker

Dem Bielefelder Unternehmen Oetker macht vor allem das Reederei-Geschäft zu schaffen. Dort ist der Umsatz am stärksten zurückgegangen. Von einem dümpelnden Geschäft will Richard Oetker trotzdem nicht sprechen. Das zurückliegende Geschäftsjahr war durchwachsen. In einigen Segmenten ist die Entwicklung nicht den Erwartungen entsprechend vorangegangen. Laut dem Konzernchef Richard Oetker sei das Ergebnis aber noch im zufriedenstellenden Bereich. Traditionell wurden bei der Vorstellung der Gesamtbilanz keine Angaben zu den Gewinnen oder Verlusten gemacht.

Umsatz gesunken

Der Umsatz ist um 0,9 Prozent auf 10,84 Mrd. Euro gesunken. Die Reederei Hamburg Süd war der Hauptgrund für den Umsatzverlust von 3,9 Prozent auf 5,25 Mrd. Euro. Ausgelöst wurde dieser hauptsächlich vom schwachen Dollar und den sinkenden Frachtraten. Vom Gruppenumsatz macht die Oetker-Sparte fast die Hälfte aus. Oetker hat lange über eine Fusion mit der Reederei Hapag Lloyd verhandelt, die Gespräche dann aber abgebrochen. Der Grund sind angeblich Meinungsverschiedenheiten unter den Gesellschaftern. Hapag Lloyd hat inzwischen mit der chinesischen Reederei CSAV fusioniert.

Umsatzrückgang bei Hamburger Reederei

Richard Oetker räumte ein, dass es unterschiedliche Meinungen zur Strategie gab. Er rechnet aber damit, dass es dieses Jahr noch eine Einigung gibt. Auf das operative Geschäft hat sich das bislang nicht ausgewirkt. Oetker hält Kritik an den stagnierenden Geschäftsbereichen für unangemessen. Er sagte“ Wir dümpeln nicht. Wir behaupten uns in unseren Geschäftsfeldern.“ Trotz dem Umsatzrückgang bei der Hamburger Reederei und der Stagnation bei der größten deutschen Brauereigruppe Radeberger, die auch zu Oetker gehört, kann sich den Verkauf einer ganzen Sparte im Konzern niemand vorstellen, wie Finanzchef Albert Christmann versicherte.

Schuldenlast gesunken

Der Konzern denkt, dank der vollen Kassen und der gesunkenen Schuldenlast eher an Unternehmens-Zukäufe. Ihre Ziele will die Oetker Gruppe trotz des stagnierenden Geschäfts nicht korrigieren. Im vergangenen Jahr wurde mitgeteilt, dass der Umsatz der Gruppe binnen 10 Jahren verdoppelt werden soll. Oetker sieht keinen Grund davon abzurücken. In den vergangenen Monaten hat das Geschäft allerdings nicht viel Anlass zu Optimismus gegeben. 2014 ist ebenfalls sehr durchwachsen angelaufen.

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