Tabakkonzerne – Gewinne und Umsätze rückläufig

Tabakkonzerne – Gewinne und Umsätze rückläufigPhilip Morris hat einst mit dem Marlboro Cowboy Werbegeschichte geschrieben. In den USA ist der Cowboy mit der Zigarette im Mundwinkel nicht nur ein Werbeträger, sondern ein nationaler Mythos geworden. In Deutschland war es das HB-Männchen. In den USA wurde die Werbung mit dem Zigaretten-Cowboy bereits in den frühen 80er Jahren von Werbebannern und TV-Bildschirmen verbannt. Die rauchfreie Variante in der mittlerweile der amerikanische Traum geträumt wird macht nicht nur Philip Morris zu schaffen. In den USA ist der Tabakkonsum von 2010 bis 2011 um 27,5 Prozent zurückgegangen. In diesem Zeitraum ist der Zigarettenabsatz von 450 Milliarden auf 326 Mrd. zurückgegangen. Die zweitgrößte amerikanische Drogeriekette CVS teilte erst am Donnerstag mit, dass trotz den 2 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr, keine Zigaretten mehr verkauft werden.

Toleranzschwelle gegenüber Rauchern sinkt

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In den USA ist Zigarettenrauch in der Öffentlichkeit absolut unbeliebt. Die Toleranzschwelle ist fast am Boden. Wer auf den Straßen von Großstädten wie New York oder Los Angeles auf der Straße eine Zigarette raucht erntet mitunter angeekelte Blicke. Auf der anderen Seite des Atlantiks ist das Bild ähnlich. In Deutschland sind die Menschen Rauchern gegenüber zwar noch etwas toleranter, aber auch hier wird festgestellt, dass die Toleranzschwelle zusehends sinkt. Seit 1991 ist der Zigarettenkonsum laut dem statistischen Bundesmat um etwa 55 Prozent zurückgegangen. Im vergangenen Jahr haben die Deutschen täglich noch rund 220 Millionen Zigaretten geraucht. Die Konzerne können nicht mehr so einfach wie früher um Nachwuchskunden buhlen. Werbung für Tabakwaren darf nicht mehr überall gemacht werden. Abgesehen von Deutschland und Bulgarien ist in Tabakwerbung auf Plakaten in der EU nicht mehr erlaubt. In Deutschland rauchen noch etwa 21,9 Prozent der Bevölkerung. Damit liegt Deutschland bei den OECD-Ländern auf Platz 17. Auf Platz 1 liegt Russland mit 33,8 Prozent.

Umsatz von Philip Morris 5 Prozent zurückgegangen

Die Umsätze der Tabakkonzerne sind rückläufig. Philip Morris hat im vergangenen Jahr 5 Prozent weniger Zigaretten verkauft als 2012. Mit einem Betriebsergebnis von 13,5 Milliarden Dollar musste der Konzern einen Rückgang von 2,5 Prozent verbuchen. Da die Werbemöglichkeiten der Branche gegen Null tendieren, ist kaum Spielraum für die Neukundengewinnung vorhanden. Die Ende Januar neu erarbeitete Tabakrichtlinie der EU macht die Produktwerbung für Tabakkonzerne noch schwerer. Angesichts der zahlreichen Hindernisse fallen Europa und die restliche westliche Welt für die Konzerne als Wachstumsmarkt langfristig aus.

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