Welthandelsindex leicht zurückgegangen

Welthandelsindex leicht zurückgegangenZum ersten Mal seit März 2013 ist der Welthandelsindex leicht zurückgegangen. Er liegt aber weiterhin auf einem soliden Niveau. Zu Jahresbeginn haben negative Schlagzeilen die Investoren weltweit verunsichert. Die Befürchtung, dass sich in einigen Regionen die wirtschaftliche Entwicklung erheblich verlangsamen würde sorgte für einen Kursrutsch bei zahlreichen Währungen. Die Folge waren zum Teil deutliche Korrekturen an den globalen Aktienmärkten. Für die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft befürchten die Experten dadurch allerdings kein Aus. Mit 70,3 Punkten ist das Niveau vom Welthandelsindex weiterhin solide.

Weltwirtschaft weiterhin robust

Dieses Niveau weist deutlich auf die robuste Verfassung der Weltwirtschaft und eine Ausweitung vom internationalen Warenaustausch hin. Im Index sind die wichtigsten Transportwege auf der Straße, in der Luft sowie per Schiene und Schiff zusammengefasst. Einen wachsenden Welthandel signalisiert er bei Werten über 50 Punkten. Experten erwarten trotz den Turbulenzen in den Schwellenländern und den Konjunkturdaten aus den USA ein weiteres Wachstum in den nächsten 2 Jahren. Es wird mit Wachstumsgrößen von mehr als 4 Prozent gerechnet. Vom schwachen Jahresstart haben sich in den letzten Tagen die Aktienmärkte mehrheitlich erholt.

Durchschnittliches Wachstum der Schwellenländer

In den letzten 10 Jahren sind die Schwellenländer durchschnittlich dreimal so viel gewachsen, wie Industrieländer. Aktuell verschiebt sich die kurzfristige Wachstumsdynamik, laut Experten lediglich zurück zu den Industrieländern. Grund für diese Entwicklung ist die Reduzierung der milliardenschweren Anleihekäufe durch die US-Notenbank. Damit hat die Fed die Wirtschaft gestützt. In einigen Schwellenländern wurde die Sonderkonjunktur massiv durch ausländisches Kapital finanziert. In diesen Schwellenländern flacht die Sonderkonjunktur nun ab. Auf den Produktionsfaktor Kapital sei das Wachstum jedoch nicht in allen Regionen zurückzuführen. In zahlreichen Emerging Markets wird das strukturelle Wachstum von starken ökonomischen Fundamenten getragen, wie zum Beispiel in China.

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